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Anfang 1995 entflammte meine große Leidenschaft zur Fotografie, als ich Weihnachten 94 eine halbautomatische
Kleinbild-Spiegelreflexkamera geschenkt bekam. Autodidaktisch habe ich mir seitdem viel Erfahrung und Wissen über die Kunst des Fotografierens angeeignet, Kurse besucht, bekannte Fotografen und entsprechende Fachkreise
kontaktiert und kennengelernt, Fachliteratur u.a. von Marcesi und Ansel Adams studiert, ambitioniert eigene fotografische Projekte realisiert und diese in mehreren großen und kleinen Ausstellungen präsentiert. Urbane
Lebensräume waren anfangs meine favorisierten Themen, was zur Serie “München – in meinem Augenblick” führte, die mehrfach ausgestellt wurde. Die Fotoserie von altenTreppenhäusern in Berlin hat Oberbürgermeister Christian Ude
sehr beeindruckt, wie er in einem Schreiben vom Dezember 99 mich wissen ließ.
Doch ganz besonders hatte es mir die Schwarzweiß-Aktfotografie angetan, mit der ich mich selbstständig machen wollte.
Doch da der Beruf des Fotografen geschützt ist, mußte ich zuvor eine Prüfung bei der Fotoinnung ablegen. Inzwischen ist der Meisterzwang aufgehoben worden.
Professionell ins Bild gesetzte Reportagen, Imagebroschüren, Firmenpräsentationen, Features und ganz besonders Portraits sind weitere
Schwerpunkte meiner Arbeit sowie die Presse- und Eventfotografie.
Veröffentlichungen meiner Fotos finden sich in der Berliner taz, Die Zeit und anderen regionalen wie überregionalen Printmedien oder auch
in Anthologien des Konkursbuchverlags. Im Herbst 2003 erschien eine kleine Auswahl meiner Aktfotografien in einem Fotobildband “STRIP SESSIONS – fine art nude photography” im ReiseArt-Verlag, 164 Seiten, Euro 39,00, den Sie
über mich beziehen können. Erwähnen möchte ich noch, dass ich beinahe im Fernsehen vorgestellt worden wäre. Ein großer Privatsender hatte mich beim Aktfotoshooting gefilmt und wollte mich und meine Fotos von einer jungen Frau
vorstellen. Der Ehemann, der mit diesen schönen Aufnahmen positiv überrascht werden sollte, bekam jedoch einen Tobsuchtsanfall, als er während der Fernsehaufzeichnung davon erfuhr. Er, der er aus einem islamischen Land kam,
bedrohte die Kameraleute und warf schließlich mit Getöse den großen Talk-Stehtisch um.
Meine Identifikation mit der Fotografie bzw. meine Art zu fotografieren, finde ich in einem Text von Ernst Bloch aus dem Band Spuren mit
dem Titel DER LANGE BLICK treffend widergegeben: ‘Wer den langen Blick kennt, schweigend, in einem Halbdunkel, das von der Entrückung um alle Dinge und Menschen ausgebreitet wird, wenn uns nur noch die Augen der geliebten Frau
ansehen und wir darin erkennen, wie wir erkannt werden, in einem Zeitvorbei, Raumvorbei, das unertragbar wäre, wenn es nicht wieder höchste Leichtigkeit besäße, im Lächeln des Ernstfalls: der hat den bloß männlichen Organsmus
verlassen, ganz die Frau und folglich jenen Liebesraum in sich eingetauscht, der nicht in der kurzen Ekstase männlicher Höhepunkte, sondern im “Ausklingen” wohnt, ja nicht einmal den Coitus als Schlüssel braucht und allemal ein
weiblicher Raum ist.‘
Bitte mailen Sie mir
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